Humor


Für ein Lachen werden viel weniger Muskeln gebraucht als für ein mürrisches Gesicht. Und trotzdem hat man den Eindruck, dass viele Menschen der Humorlosigkeit den Vorzug geben.
Ein italienischer Schriftsteller hat einmal gesagt: Jeder Tag, an dem man gelacht hat, verlängert das Leben um drei Tage.
Versuchen Sie es einmal. Sie wollen doch auch 110 Jahre alt werden und froh dabei bleiben? Oder ?

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Ringelnatz)

Zwei Bücher, die sich dem Thema Humor zugewandt haben


Originelle Versicherungssprüche

Folgende Schadensregulierungsanträge sind tatsächlich bei Versicherungen eingegangen:

„Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitschiene, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über mein Auto.“

„An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit.“

„Im gesetzlich zulässigen Höchsttempo kollidierte ich mit einer unvorschriftsmäßigen Frau in der Gegenrichtung.“

„Dummerweise stieß ich mit dem Fußgänger zusammen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und bedauerte dies sehr…“

„Der Fußgänger hatte anscheinend keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn.“

„Der andere Wagen war absolut unsichtbar, und dann verschwand er.“

„Ich fand ein großes Schlagloch und blieb in demselben.“

„Das andere Auto kollidierte mit dem meinigen, ohne mir vorher seine Absicht mitzuteilen.“

„Im hohen Tempo näherte sich mir die Telegraphenstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf die Telegraphenstange am Kühler. Der Kraftsachverständige war völlig ungehalten, als er auf mein Vorderteil blickte…“

„Ein Fußgänger rannte in mich und verschwand wortlos unter meinem Auto.“

„Ich habe noch nie Fahrerflucht begangen; im Gegenteil, ich mußte immer weggetragen werden.“

„Ich überfuhr einen Mann. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war.“

„Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, daß dieser alte Mann nie die andere Strassenseite erreichen würde.“

„Da sich der Fußgänger nicht entscheiden konnte, nach welcher Seite er rennen sollte, fuhr ich obendrüber.“

„Ein unsichtbares Fahrzeug kam aus dem Nichts, stieß mit mir zusammen und verschwand dann spurlos.“

„Nachdem ich vierzig Jahre gefahren war, schlief ich am Lenkrad ein.“

„Ich hatte den ganzen Tag Pflanzen eingekauft. Als ich die Kreuzung erreichte, wuchs plötzlich ein Busch in mein Blickfeld, und ich konnte das andere Fahrzeug nicht mehr sehen.“

„Als ich eine Fliege erschlagen wollte, erwischte ich den Telefonmast.“

„Der Pfosten raste auf mich zu, und als ich ihm Platz machen wollte, stieß ich frontal damit zusammen.“

„Zuerst sagte ich der Polizei, ich sei nicht verletzt, aber als ich den Hut abnahm, bemerkte ich einen Schädelbruch.“

„Als mein Auto von der Strasse abkam, wurde ich hinausgeschleudert. Später entdeckten mich so ein paar Kühe in meinem Loch.“

„Ich sah ein trauriges Gesicht langsam vorüberschweben. Dann schlug der Herr auf dem Dach meines Wagens auf.“

Ebenfalls aus einem Madrider Unfallbericht von einem Mann, der wegen eines dringenden Bedürfnisses auf der Landstrasse gehalten hatte, worauf ein LKW in sein Auto fuhr:

„Während ich die Strasse normal befuhr, überkam mich das Verlangen, mich zu erleichtern, weswegen ich das Fahrzeug am Rand anhielt und mich in ein nahes Gebüsch begab. Nachdem ich die Hosen heruntergelassen hatte, kam der Gegner und gab’s mir von hinten mit dem Kipper.“

D. Volkmer
Nadel-Sticheleien
Kritisch-Satirisch-Humorvolles aus 15 Jahren
Books on Demand, 2009 ISBN 9783837021899
172 Seiten, 15.95 EUR

In den Jahren 1995 - 2000 erschienen in der Zeitschrift CoMed regelmässige Kolumnen unter dem Titel "Observatius". Ab 2001 entstanden die Internet-Seiten www.bio-net.de und darin monatlich ein- bis dreimal je nach Zeit und Themen die Kolumnen "Nadelstiche".
Diese Kolumnen wurden jetzt in einem Buch zusammengefasst und stellen so etwas wie eine zeitkritisch-humorvolle Reise durch 15 Jahre dar.
Motto: Was zutrifft, trifft!

D. Volkmer
Frankfurt und die Götter des Olymp
Ein fiktiver Besuch aus der Antike
Verlag Books on Demand, 2010, 184 Seiten
ISBN 9783839166390, 15.95 EUR

Es war eine spannende und lustige Aufgabe, die Götter des Olymp aus ihrem Exil in die Neuzeit zu locken und ihre Abenteuer und Erlebnisse zu schildern. Jeder, der sich berufsmässig oder als Privatmann mit der griechischen Antike befasst, wäre natürlich neugierig, wie sie sich, die einstmals alles Beherrschenden, in einer veränderten Umwelt zurechtfinden würden.
Dieser Frage kann man sich nur mit Phantasie und einer Prise Humor nähern.
Warum muss es aber ausgerechnet Frankfurt sein? Eine gute Frage!
Die Antwort ist ganz banal: Es ist die deutsche Grossstadt, die ich als Autor am besten kenne. Und durch die Arbeit an diesem Buch habe ich sie noch besser kennen gelernt.

 

 

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